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Im Prinzip finde ich Euer Engagement toll. Mich interessiert jedoch, wozu braucht es eine Challenge? Wenn sich ein Sposor gefunden hat, ist das doch super. Ich wüßte auch gar nicht für welches der miteinander konkurrierenden Projekte ich eine Stimme abgeben sollte, da mir beide Projekte gleichermaßen gefallen.
Hallo Karin,
lieben Dank für Dein Feedback.
Die challenge hat für alle Beteiligten mehrere Vorteile, beispielweise hier einige genannt:
Für die Projekte ist es eine Möglichkeit Ihr Engagement über einen längeren Zeitraum darzustellen und neben dem Geld, was sie erringen können, in direkte Kommunikation mit der Öffentlichkeit zu kommen. Also auch Feedback, Kommentare, Anregungen und Kritik, was manchmal sogar besser ist als Geld. Und sie erhalten die Förderung nicht, weil sie um Spenden "betteln" müssen oder der Entscheidung irgendeines gesichtslosen Entscheiders unterliegen, sondern erhalten die Förderung aus Respekt für ihre Leistungen (in der challenge und für ihr Engagement oder ihre Arbeit)durch die Entscheidung von Vielen. Darüber hinaus besteht durch die challenge die Möglichkeit das sich der Förderbetrag potenziell erhöht, da für den Netzwirker ja, neben der Abstimmung und des Kommentierens, die Möglichkeit besteht den Förderbetrag noch zu erhöhen.
Für den Förderer ist die challenge die Garantie zu wissen, dass sein Geld bestmöglichst verwendet wird, da er ja nicht nur den Ratschlag eines Einzelnen befolgt, sondern sehr viele nach Ihrer Meinung fragt. Gerade durch die Spendenskandale in der letzten Zeit, wo oftmals Spendengelder missbraucht worden sind, ist netzwirken so etwas wie ein "Spendensiegel" durch Viele. So können wir alle Zusammen Vertrauen bei vermögenden Förderen zurück gewinnen und Förderungen bei Menschen und Unternehmen generieren, die schon Abstand von Spenden genommen hatten. In den Gesprächen mit Förderen haben wir auch schon erfahren, dass die Anwendung von martwirtschaftlichen Prinzipien oftmals sehr gut dort ankommt, da Unternehmen sich ja auch einem Markt stellen und so das Prinzip von netzwirken dort vertraut ist.
Und einer unserer wichtigsten Grundgedanken ist, dass wir auch Menschen, die es sich nicht leisten können oder sozial eher schwach gestelt sind, es ermöglichen wollten, sich für "das Gute" zu engagieren. Mit netzwirken zählt einfach nur die eigene Meinung und die eigene Stimme - mehr braucht es nicht.
Und zu Deinem berechtigten Einwand - man muss sich ja für ein Projekt entscheiden - kann ich nur sagen (vieleicht ist es eine kleine "Entzauberung" des "3ten Sektors"), dass man mit jeder Spende die man tätigt eine Entscheidung trifft. Zwar für den Einen für den man gespendet hat - aber auch gegen alle anderen Projekte die es so gibt. Wir machen mit netzwirken nichts anderes sichtbar und transparent, als was sowieso schon besteht - ein "Markt des Guten". Auch wenn viele Organisationen sich den Anstrich des "Gutmenschentums" geben, habe ich noch nicht ein Projekt erlebt, was nicht zuerst sein Engagement gefördet haben wollte...
Vieleicht ist netzwirken noch gewöhungsbedürftig, da in Deutschland Charity immer so "Rein und Weiss" strahlen muss, doch wenn man mal genauer hinschaut ist das was wir machen, etwas was längst überfällig ist: Transparenz, Leistung und Kommunikation.
Wie gesagt ist das hier niedergeschriebene nur beispielhaft für die Facetten von netzwirken, einiges mehr in den FAQ. Dir Karin, noch einmal Danke für die Nachfrage - ich hoffe ich konnte Dir netzwirken schon ein Stück näher bringen und würde mich freuen, wenn auch Du nun ein wenig "wirken" möchtest...