"Hoffnung ist nicht dasselbe wie die Freude darüber, dass sich die Dinge gut entwickeln. Sie ist auch nicht die Bereitschaft, in Unternehmen zu investieren, deren Erfolg in naher Zukunft absehbar ist.
Hoffnung ist vielmehr die Fähigkeit, für das Gelingen einer Sache zu arbeiten. Hoffnung ist auch nicht dasselbe wie Optimismus. Sie ist nicht die überzeugung, daß etwas klappen wird, sondern die Gewissheit, daß etwas seinen guten Sinn hat - egal, wie es am Ende ausgehen wird.
Diese Hoffnung alleine ist es, die uns die Kraft gibt zu leben und immer wieder neues zu wagen, selbst unter Bedingungen, die uns vollkommen hoffnungslos erscheinen. Das Leben ist viel zu kostbar, als dass wir es entwerten dürften, indem wir es leer und hohl, ohne Sinn, ohne Liebe und letztlich ohne Hoffnung verstreichen lassen." (Vaclav Havel)
Salut auch von mir (Jens). Freue mich dabei zu sein und mich als netzwirker bezeichnen zu dürfen. Danke Jochen!
Vor mittlerweile 6 Jahren war ich das erste Mal in Prag und übernachtete im ehemaligen Polizeigefängnis, welches heute eine Jugendherberge ist. Der oben zitierte Vaclav Havel saß jahrelang in der Zelle, in die ich nun als Tourist für 3 Tage einzog - er verbrachte damals 3 Jahre darin. Das Interesse für diesen Menschen stieg und nach Rückkehr und Recherche im Internet las ich die obigen Sätze, die mehr als passend für die Lebensphilosophie und die Biografie dieses Mannes sprechen und die mich tief beeindruckt haben.
Warum ich dies erzähle? Wie Jochen und meine Freunde von netzwirken fühle ich seit Jahren etwas, was ich nie konkret identifizieren konnte. Eine Beklemmung, eine Bedrücktheit, ein Gefühl der Ohnmacht, des Verharrens - ein Vakuum. Meinen Job mache ich gerne und auch weitgehend gut (bestätigen die Kunden), meinen Kindern, meiner Familie und meinen Freunden geht es gut und es könnte ganz einfach sein, so weiter zu machen. Doch das Gefühl führte immer mehr zu einem Schmerz - von Ohnmacht zum Schmerz, Weltschmerz. Immer mehr drehten sich meine Gedanken darum, etwas tun zu müssen - aus überzeugung. Und jetzt könnte ich erzählen und erzählen und erzählen und ...
Meine Botschaft ist aber eigentlich das Zitat von Vaclav Havel. Ich fühle mich mit und bei netzwirken angekommen und bin überzeugt davon, das es gut wird - egal wie es ausgeht.