...so in meinem Kopf vorgeht. Wie Petra schon geschrieben hat, passiert im Moment sehr viel. So viel, dass Du am Abend einfach nur denkst: Wow - was ein Programm läuft da eigentlich grade ab!
Ihr wisst ja, wir haben neben netzwirken unsere Unternehmen, für die wir Verantwortung haben. Bei meiner Firma ist es grade eine heisse Phase des Jahres. Generieren von Kontakten und potentiellen Neukunden sowie strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der internen Strukturen. Bevor ich jetzt ganz ausschweifen sollte, komme ich aber lieber auf den Punkt.
4 Tage ISPO (die größte Sportartikelmesse) liegen hinter mir. Insgesamt über 60 Kontaktgespräche, eine Rennerei auf dem grossen Messegelände Münchens (sicher jeden Tag einige Kilometer Fussweg), neue Menschen kennenlernen, viele Gespräche führen und letztlich die besagten Kontakte knüpfen, um unsere Firma mit Arbeit zu versorgen. Und alles dreht sich um das Verkaufen von allerlei Produkten, die mit dem zu tun haben, von dem wir immer weniger haben: Freizeit! Freizeit = Konsum. Das ist bei mir der erste Gedanke, wenn ich mir reinziehe, welche Veränderung unsere Gesellschaft genommen hat. Vor 15 Jahren gab es bei einem Hersteller von Skischuhen 3 unterschiedliche Modelle. Heute über 40. Genauso bei Skiern. Und vor allem bei der Bekleidung fällt auf, dass es je Unternehmen nicht 10 Modelle sondern 100te sind - für jeden Aktivität eine speziell entwickelte Jacke, Hose, Unterwäsche. Konsum und ich mittendrin und nicht nur dabei. Wir sind E-Commerce-Dienstleister.
Meine Position zum Konsum verändert sich durch netzwirken. Zuvor habe ich alle - quasi überflüssigen - Produkte gemieden. Essen, Trinken und die Grundversorgung sollten reichen. Aus dem Gefühl heraus: Ich habe genug, um zu leben und zu überleben und dann brauch ich nicht noch einkaufen, einkaufen, einkaufen. Netzwirken gibt mir aber das Gefühl, freier zu werden und auch Konsum entspannter zu sehen. Lohn und Brot für viele Menschen hängt von ihm ab. Und es gibt Unternehmen wie zum Beispiel Icebreaker, die das Thema Nachhaltigkeit verfolgen wollen. Das sind Vorbilder und damit beginnt ein Prozess und ein Umdenken. Nachhaltigkeit wird zum Marketinginstrument. Nachhaltigkeit wird ein USP (USP). Und dieser USP führt dazu, dass ich Konsum weniger negativ verstehen lerne. Mit gutem Gefühl konsumieren - das macht tatsächlich Freude.
Was hat das mit netzwirken zu tun, fragt Ihr Euch sicher. netzwirken kann auch nur vom Konsum leben und überleben. Der Dreiklang aus Spendern, Projekten und Euch Netzwirkern hat das Ziel, dass viele Menschen mitmachen. netzwirken konsumiert - netzwirken erwirtschaftet sozialen Profit und dies auch nur, weil wir ohne diesen Profit nicht existieren werden. Unser Investitionsvermögen alleine würde nicht ausreichen, um netzwirken von Krabbeln zum Laufen zu bringen.