Im challenge Blog könnt Ihr Euch eine Meinung über die Challenger bilden.
Sie berichten hier tagesaktuell mit Beiträgen über Ihre Engagements.. Kommuniziert doch mit Ihnen:
Kommentare und Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Chronologisch findet Ihr die Beiträge im Blog
von unten nach oben (der aktuellste steht oben)
Schon wieder unterwegs. Schon wieder eine 'Awards Ceremony', wie es heute so schön neudeutsch heisst. Vor 3 Wochen der globale Ideen Wettbewerb der BMW Stiftung (bei der unsere 2. Geschäftsführerin Frauke übrigens den 2. Preis mit ihrem Projekt 'Zukunft geht zur Schule' gewann, mehr hier),
letzte Woche die Utopia Awards in Berlin mit den Change Makern 2008, auf welcher unsere (absolute Lieblings-) Bank, die GLS Gemeinschaftsbank Preisträger war und diese Woche nun die Ehrung der Social Entrepreneurs 2008 durch Ashoka (siehe Fotoleiste, mehr hier).
Jemand fragte mich kürzlich, wozu wir denn immer noch so viele und immer wieder Helden bräuchten. Und ob sie überhaupt notwendig seien? Sind es immer dieselben'Strickmuster'? Was haben Auszeichnungen dieser Art gemein, was unterscheidet sie? Und was haben sie mit self zu tun? Warum schlage ich mir immer wieder Nächte um die Ohren und nehme Einladungen zu diesen Veranstaltungen an? Berühren sie mich tatsächlich noch oder muss self einfach nur 'Flagge' zeigen?
Nichts ist ferner, als letzteres. Auch wenn ich hinterher wieder hundemüde und schlafbedürftig, aber inspiriert, berührt und glücklich durch den Hub wanke. Es ist der Grund für das Bestehen von self. Wir wollen Menschen dazu motivieren und darin bestärken, ihre Ideen für eine radikal bessere Welt nicht im Kopf - für irgendwann mal - zu behalten. Wir wollen zeigen, dass es geht, dass es möglich ist 'blended value' zu schaffen, wenn man sich der Lösung gesellschaftlicher Probleme mit unternehmerischen Mitteln annimmt. Wenn wir was richtig machen, stehen viele aus unserem Netzwerk dann irgendwann bei solchen Auszeichnungszeremonien AUF der Bühne und freuen sich, dass ihre Arbeit, ihre Leidenschaft, oft auch ihre Entbehrungen und der Unterschied, den sie im Leben vieler machen, wahrgenommen und gewertschätzt wird. Keiner von uns braucht diese Auszeichnungen, wir sind alle 'Getriebene' ;-). Aber es ist schön, wenn die Welt Notiz von ihnen nimmt. Wie Gabriela Ender, Erfinderin von OpenSpace-Online®, aus dem self Netzwerk, die von uns nominiert und von Ashoka nach einem monatelangen Auswahlprozess als Fellow 2008 in ein internationales Netzwerk von Vorbild Social Entrepreneurs aufgenommen wurde.
Und es ist wichtig, dass die Welt Notiz von ihnen nimmt. Denn noch ist die Welt voll von Menschen, die glauben, dass Gutes tun und Geld verdienen, Innovation und Tradition, Veränderung und Erhalt das Gegenteil voneinander sind. Auch eine Claudia Langer, Gründerin von Utopia.de oder Konstanze Frischen, Geschäftsführerin von Ashoka Deutschland haben das gehört, was ich letzte Woche von mir selbst berichtet habe: Social Entrepreneurs in Deutschland? Utopien für Realisten? Funktioniert im Wohlfahrtsstaat Deutschland nie, geht nicht, ist Gutmenschentum, naiv und einfach nur dumm.
Die gute Nachricht ist: es geht und wir inspirieren viele andere mit den Vorbildern, die sich auch in der heutigen Zeit überall finden lassen, wenn wir uns nur die Mühe machen sie zu suchen. Und siezu unterstützen - alle gemeinsam. Utopia mit seiner Internet Community, Ashoka mit einem 3-jährigen Stipendium und der weltweiten Vernetzung der Fellows, so dass ihre bereits erfolgreichen Geschäftsmodelle skaliert und verbreitet werden können und self, die Zukunftsmacher, Träumer, Idealisten, Realisten - eben Unternehmer der neuen Generation - schon in der Frühphase unterstützen.
Also, lasst uns weiterträumen, uns von Helden und Heldinnen inspirieren und dann nichts wie ab in den Hub, Gleichgesinnte für die Umsetzung suchen und loslegen.
Liebe Grüsse, Eure Wiebke
PS: Benji hat mich gezwungen, neue Fotos von mir hochzuladen. Er fand das erste von mir greulich. Jetzt zufrieden, Benji? Ich hoffe, es führt wenigstens zu mehr Stimmen für den selfHUB ;-)
Ich heiße Antje Kircher und bin seit August letzten Jahres bei People’s Theater.
Mein „ehrenamtliches soziales Jahr“ endete eigentlich vor drei Monaten, doch da ich von People’s Theater und dem Konzept so begeistert bin, habe ich mich dazu entschlossen für ein Jahr in die Verlängerung zu gehen.
Das Theater als Medium bietet wunderbare Möglichkeiten, Menschen zu erreichen und Entwicklungsprozesse anzustoßen. Im echten Leben schlüpfen wir tagtäglich in verschiedene Rollen. Beim Arzt schlüpfen wir in die Rolle des Patienten, beim Einkauf in die Rolle des Kunden, etc. Natürlich nehmen wir diese Rollen nur unbewusst an und „spielen“ diese ohne groß darüber nachzudenken.
In der People’s Theater Show hingegen werden die verschiedenen Rollen und Charaktere bewusst eingesetzt. Die Kinder und Jugendlichen sollen gezielt unterschiedliche Rollen ausprobieren, um somit Erfahrungen zu machen, die zur Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen beitragen. Kindern und Jugendlichen mit erhobenem Zeigefinger zu sagen, was sie dürfen und was nicht, bewirkt sehr häufig genau das Gegenteil. Daher sind die Erfahrungen, die in den Rollenspielen gemacht werden äußerst wertvoll, da daraus eigene Erkenntnisse gewonnen werden können und der Horizont an Handlungsmöglichkeiten erweitert wird.
In meinem zweiten People’s Theater Jahr habe ich neben der Show neue Aufgaben hinzu bekommen. Ich unterstütze das People’s Theaterteam und coache es in den Bereichen Animation, Moderation und Schauspiel. Darüber hinaus habe ich die Leitung einer People’s Theater AG übernommen. In dieser AG erarbeiten wir gemeinsam das People’s Theaterkonzept, entwickeln Theaterstücke und durch Theaterspiele sammeln die Jugendliche Erfahrungen und können sich dabei selbst ausprobieren.
Meine Entscheidung ein weiteres Jahr bei People’s Theater zu bleiben habe ich keine Sekunde bereut!
an dem ich nicht alleine arbeite, sondern der mir ein Miteinander bietet, bin ich vor etwa drei Monaten auf den selfHUB aufmerksam geworden. Zwei Wochen später stand ich im Erkelenzdamm, wo ich herzlich begrüßt wurde. Im Gespräch mit meiner Gastgeberin Vera erfuhr ich, dass die dort angebotenen Arbeitsplätze für handwerkliche Tätigkeiten eher nicht geeignet sind. Ich hatte gehofft, im HUB auch dieser Ausprägung von Kreativität und dem dazugehörigen Werkzeug wie Wolle und Stricknadeln einen Raum geben zu können. Nun gut, dafür gibt es hier jedoch viel Platz für Ideen, Inspiration und kreative Weiterentwicklung – und wie sich herausgestellt hat, auch die Möglichkeit, die gestrickten Mützen und Socken (hergestellt in einer Tagesstätte für SpastikerInnen) in der Weihnachtsdekoration auszustellen und hoffentlich auch zu verkaufen. Einige der Mützenmodelle seht Ihr über diesen Blog verteilt auf den Köpfen von selfHUB Mitgliedern – und falls Euch die eine oder andere gut gefällt, könnt Ihr sie im Dezember im selfHUB käuflich erwerben.
Aber nun zu den Ideen und Inspirationen, die ich im selfHUB finde: Ich habe hier den Raum zur Beantwortung folgender richtungweisender Fragen für meine Arbeit als Prozessbegleiterin:
Wie kann unterschieden werden, ohne auszuschließen? Wie kann integriert werden, ohne die Einheit zu forcieren.(1)?Wie kann Kultur als Feld für Kommunikation genutzt werden?
Welches Bewusstsein und welche Zugänge sind notwendig, um Systeme zu transformieren?
Wie können wir Menschen uns als Menschen begegnen? – im eigentlichen Sinn, in einem gelebten Sinn, um so im Sinne Jacob Levi Morenos(2) an einem höheren Ziel, an der Arbeit am Kosmos, beizutragen(3)?
(1) J. Sandroff und M.W. „Facilitating the System in a Room"
(2) Jacob Levy Moreno (* 18. Mai 1889 in Bukarest; † 14. Mai 1974 in Beacon, New York); ein Arzt und Psychiater, Soziologe und Philosoph war der Begründer des Psychodramas, der Soziometrie und der Gruppenpsychotherapie. Er entwickelte die Methoden als Arzt eines Flüchtlingslagers, als Leiter eines Stegreiftheaters, als Supervisor von Gefängnissen und Heimen und nicht zuletzt als Leiter eines psychiatrischen Krankenhauses.
(3) Morenos ganzheitliches Verständnis von Veränderung umfasst alle Ebenen der menschlichen Existenz bis hin zum Kosmos.
Glücklicherweise wird hier im HUB der Raum zur Beantwortung dieser Fragen geschaffen. So ist der Handlungs- und Entscheidungsbedarf in den folgenden Dilemmata offensichtlich:
Social vs. Entrepreneurship
unternehmerisches Risiko vs. Mitbestimmung
Werteorientierung (z.B. Leitbild) vs. Verfahrensorientierung
Emergenz vs. Plan
Konkurrenz vs. Kooperation
Positiv ist, dass alle Spannungsbögen und Dilemmata – sofern der Raum dafür zur Verfügung steht – viele Entwicklungsszenarien nach sich ziehen. Diese ermöglichen eine Unterscheidung ohne auszuschließen sowie eine Integration ohne die Forcierung einer Einheit. Darüber hinaus gibt es Entwicklungsszenarien im Sinne der Wahrnehmung von Kultur als Feld, die alle HUB-Mitglieder herausfordern, inspirieren und unterstützen. Als Mitglied der Steuerungsgruppe möchte ich an der Erarbeitung von selbstorganisierten Verfahren mitwirken, die das soziale Unternehmertum der Genossenschaft self eG zum Ausdruck bringen und kultivieren. Hierbei werde ich im Spannungsfeld meines sozialen Engagements und der Wirtschaftlichkeit meiner Unternehmungen stehen. Meiner Erfahrung nach schließen sich diese Pole nicht aus, sondern bedingen sich gegenseitig.
Und was hat das alles mit den Mützen und meiner Leidenschaft des Strickens zu tun? In meiner Schulzeit und im Studium der Kulturpädagogik habe ich gestrickt – ja, es gab eine Zeit, in der in der Schule und in der Uni gestrickt wurde und die LehrerInnen und DozentInnen anerkannten, dass das Stricken zur Konzentration beitragen kann. Im Studium wurde mir klar, dass die „bildenden Künste“, aber auch das Kunsthandwerk eine von vielen Ausdrucksformen von Kultur sind. Auch während meiner Teilnahme am Master Program for Intercultural Management begleitete mich mein Strickzeug. Dank des erfahrungs- und prozessorientierten Studiengangs (und auch der Verschiedenheit der 50 TeilnehmerInnen) erweiterte sich mein Verständnis von Kultur um ein Vielfaches – und ich lernte meine eigenen kulturellen Prägungen besser kennen. Neue Konzepte erweiterten mein Verständnis von Wahrnehmungsprozessen. Außerdem kam ich mit dem Konzept des Fairen Handels der sogenannten Alternative Trading Organisations in Berührung: Neben der Verbesserung der Lebensumstände der ProduzentInnen möchten diese Organisationen über die Produkte und deren ProduzentInnen informieren. (siehe IFAT und Grundsatzpapier Welthandel der gepa)
Für meine Masterarbeit bin ich nach Ecuador gereist und habe das Leben von Kulturschaffenden porträtiert. Dort hatte ich eine ideale Plattform gefunden, um meine Kenntnisse über Kunst beziehungsweise Kunsthandwerk als Ausdruck von Kultur zu nutzen um so einen Einblick und einen Zugang zu den Lebenswelten der KunsthandwerkerInnen herzustellen. Ich freue mich sehr, dass nun, fast 20 Jahre später, Kunsthandwerk in den USA und Europa eine Renaissance erfährt – Kunsthandwerk als Technik der Alltags-Entschleunigung und politisches Statement gegen Fashion Diktat und Massenproduktion. Damit einher geht, wie ich dem Buch „Marke Eigenbau“ von Hom Friebe und Thomas Ramge entnehmen konnte, eine Neubewertung klassisch weiblicher und in der Öffentlichkeit gering geschätzter Tätigkeiten. Und so konnte ich meine Liebe zu Garnen, Gewebtem und Gestricktem neu entflammen, als ich Anfang dieses Jahres in New York in den Garn- und Strickgeschäften stöberte. Daraus entstand die Idee, mir ein zweites berufliches Standbein mit „Fair-Sponnenem“ aufzubauen und „mobile Weltläden“ ins Leben zu rufen.
Ich möchte, dass Frauen und auch Männer sich in Strickkreisen treffen, fair gehandelte Garne importieren, und ich möchte eine Erwerbsmöglichkeit für Menschen schaffen, die sonst nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt finden – und ich möchte meine Freude und Leidenschaft mit meinem beruflichen und privaten Erfolg verbinden. Der erste Schritt dahin sind die gestrickten Mützen und Socken. Kommt im Dezember im HUB vorbei, kauft eine oder auch mehrere Mützen, lasst euch vom HUB inspirieren und meldet euch, falls ihr Mit-Spinnen möchtet.
Das menschliche Dasein ist ein Gasthaus. Jeden Morgen ein neuer Gast.
Freude, Depression und Niedertracht – auch ein kurzer Moment von Achtsamkeit kommt als unverhoffter Besucher.
Begrüsse und bewirte sie alle! Selbst wenn es eine Schar von Sorgen ist, die gewaltsam Dein Haus seiner Möbel entledigt,
selbst dann behandle jeden Gast ehrenvoll. Vielleicht bereitet er dich vor auf ganz neue Freuden.
Dem dunklen Gedanken, der Scham, der Bosheit – begegne ihnen lachend an der Tür und lade sie zu Dir ein.
Sei dankbar für jeden, der kommt, denn alle sind zu Deiner Führung geschickt worden aus einer anderen Welt.
Ich frage mich immer wieder, wie es möglich war, dass dieser Verein von Jahr zu Jahr weiterleben konnte: Der ständige Wechsel der Jugendlichen, die hier ihren Zivi, ihr freiwilliges soziales Jahr oder ihr Jahr des Dienstes leisten, finanzielle sowie personelle Krisen und vieles mehr gehören zur Geschichte von People's Theater und trieben das Projekt immer weiter an. Doch der Verein hat diese kleineren und größeren Schwierigkeiten immer überlebt und findet – zum Glück - immer mehr Freunde und Förderer. Man fragt sich: Wie kann das sein?
Zwar bin ich noch nicht lange in der Leitung des Projektes, doch kann ich eines sagen: Es liegt nicht an unseren Fähigkeiten als Manager, sondern es ist der Geist der hier herrscht, der das Projekt weiterträgt und der dazu führt, dass all die Krisen eigentlich zu unserem Wachstum beigetragen haben.
Der Geist den ich meine ist kein Geist, der Ausdruck einer esoterisch-mystischen Einbildung ist. Der Geist, den ich meine, ist derselbe, der den selfHUB antreibt, der Jochen Holtrup & Co. dazu gebracht hat netzwirken ins Leben zu rufen und der immer mehr Menschen dazu bringt, sich sozial zu engagieren: Nämlich, dass jeder von uns etwas Positives in der Gesellschaft bewirken kann - gleich aus welchem Grund und aus welcher Motivation heraus. Ob als Social Business Entrepreneur oder als gemeinnütziger Verein, ob als Gruppe oder als Einzelperson. Alle sind sich dessen bewusst, dass wir in einer Zeit leben, in der jeder das Ruder in die Hand nehmen und aktiv werden kann.
Und das ist das Unglaubliche an People’s Theater e.V.: Wir alle kommen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen, Weltanschauungen, selbst aus unterschiedlichen Fachrichtungen und lernen jeden Tag aufs Neue, dass es nicht einfach ist, respektvoll miteinander umzugehen. Doch uns verbindet die Tatsache, dass wir alle in der selben Gesellschaft leben und wirken. Und diese Verbindung ist stärker als jede Differenz, die manchmal aufkeimen mag.
Und das ist der Geist der People’s Theater bisher weitergebracht hat und hoffentlich weiterbringen wird: Der Gedanke, dass die Welt eine Einzige ist und uns allen gehört und wir alle für sie verantwortlich sind…
Berkan Manaigo-Vekil
Projektleitung Public Relations, Fundraising, Legal Affairs
Im August 2007 wurde es also ernst: wir unterschrieben den Mietvertrag und im November konnten wir in den Hub einziehen.
670qm sind gar nicht so günstig (wir zahlen etwa 5000EUR Miete im Monat), wenn man sie durch Stundenpakete finanzieren muss (im selfHUB kann man sich ab 5h im Monat einmieten).
Jetzt sollte es sich zeigen, ob die Absichtserklärungen aus dem Netzwerk, einen Hub-Arbeitsplatz mieten zu wollen auch in die Tat umgesetzt werden würde.
Aber zunächst musste die alte Druckerei in der denkmalgeschützten Fabrigetage zum Hub umgestaltet werden:
Wie gesagt ist bei uns immer viel los und man lernt jede Woche neue Leute kennen, die entweder zu besuch sind oder, wie die Folgende junge Dame ein Praktikum machen.Vor 3 Wochen haben wir sie bei uns willkommen geheißen und ich freue mich, dass sie jetzt auch ein bisschen was erzählt.
Hallo Netzwirker
mein Name ist Katherina, ich bin 20 Jahre alt und komme aus der Nähe von München. Dank eines guten Freundes, der mich auf die Idee brachte, bei PT ein Praktikum zu machen, erlebe ich hier nun eine wahnsinnig intensive und lehrreiche Zeit und erfahre jeden Tag neue Impulse, die mich aufmerksam auf meine Umwelt machen und mich in meinem Entschluss festigen, der Menschheit zu dienen. Die Begeisterung in den Augen der Kinder und Jugendlichen entlohnen für jede Anstrengung und geben immer wieder Ansporn, weiterzumachen. Im Miteinander vor, während und nach einer Show lerne ich, wie wertvoll und bestätigend Geben sein kann und wie wichtig der Austausch innerhalb einer Gemeinschaft ist. Sei es im Theaterspiel oder im Alltag mit der gesamten Truppe. Es ist einfach schön. :D Mein Praktikum sollte eigentlich nur drei Wochen dauern, wurde jetzt aber erst mal bis Weihnachten verlängert, und so kann ich das Team hier noch weiter unterstützen und neue Erfahrungen sammeln.
Hallo, mein Name ist Wiebke-Anka Koch und ich bin die Initiatorin und Vorstandsvorsitzende der self eG.
Heute bin ich genau 1 Woche zurück von meiner 4-wöchigen Auszeit, in der ich mich seit 3 Jahren das erste Mal so gut wie gar nicht um 'mein Baby' gekümmert habe. Könnte das überhaupt gut gehen? Bin ich nicht unersetzlich? Ist es unverantwortlich self und den selfHUB in dieser Phase für so lange zu verlassen? Oder eher verantwortlich?
Ich wollte in dieser Zeit noch mal herausfinden, was mich eigentlich zur Gründung von self bewegte, ob ich, ob wir auf dem 'richtigen' Weg waren, was meine Rolle in und um self sein könnte in Zukunft und so vieles mehr.
Wie ist es zu self gekommen, werde ich immer wieder gefragt. Wie kommt es, dass davon nichts in der Netzwirken Challenge erzählt wird? Nun, Matthias auf dem David Bowie Stuhl hat mich ja schon gut als eine der Jägerinnen porträtiert, um dann Benjamin zu verleiten, mich für den Sonntag anzukündigen. Clever, sehr clever! Also...kein Ausreden mehr, es macht ja auch Spass - zugegeben. Es ist nicht die kürzeste Geschichte, aber zum Glück sind wir hier ja nicht in der Schule, wo weiterlesen Pflicht ist ;-)
...ich hatte mal einen Traum. Den Traum davon, mich endlich nicht mehr zwischen diesen unauflösbar scheinenden Widersprüchen entscheiden zu müssen.
Will ich etwas Sinnvolles tun, die Welt ein bisschen besser verlassen, als wir sie vorgefunden haben? Oder doch lieber steile Karriere und gutes Geld verdienen?
Will ich in einem Unternehmen arbeiten und mir meine Partner, Kollegen, Projekte aussuchen lassen und dafür in den Genuss einer vorhandenen Struktur, professionellen Arbeitsbedingungen und regelmässigen Gehältern kommen? Oder selbständig und damit unabhängig sein, mir meine Kunden, Kooperationspartner und Inhalte selbst aussuchen, aber dafür eben auch allein dastehen?
Und warum, verdammt noch mal, gab es keine Möglichkeiten, das zusammenzuführen? Oder gab es sie doch?
Was wäre, wenn wir die Vorteile der Selbständigkeit, freiberuflichen Tätigkeit und des Gefühls, einen wichtigen Beitrag zu leisten und das Geschenk des Lebens nicht einfach so zu verschwenden kombinieren könnten mit den Vorteilen eines grösseren Unternehmens? Was wäre, wenn wir mit Gleichgesinnten unter einem Dach, in professionellem Umfeld mit allem Drum & Dran arbeiten könnten und gleichzeitig unsere Selbständigkeit erhielten?
Was wäre, wenn wir all' die Annehmlichkeiten einer professionellen Infrastruktur mit Büro, Verwaltungsstruktur, Marketing, Einkauf, Zugang zu Know-How, Kooperationspartnern, Finanzen, etc nur dann bezahlen müssten, wenn wir sie benötigen? Und was wäre, wenn das Element der 'Gleichgesinnnten' nicht auf dem Beruf, der Branche oder dem Sektor beruhte, sondern auf gemeinsamen Werten und Vorstellungen von einer neuen Form zu leben und zu arbeiten?
Wenn es das gäbe, hätten wir wahrhaftig eine Plattform für Entrepreneure mit Nachhaltigkeit in allen Aspekten quasi eingebaut:
- sie könnten das tun, was ihnen wirklich, wirklich am Herzen liegt (PASSION ganz im Sinne von Fritjof Bergmann) und vor allem etwas unternehmen GEGEN die Missstände in unserer Gesellschaft, die sie schon immer gestört haben und FÜR eine Gesellschaft, in der das Leben für uns und die nächsten Generationen wieder sinn- und wert-voll ist.
- sie könnten in den Bereichen arbeiten, die ihren Talenten und Stärken (KOMPETENZ) am besten entsprechen (denn, das was sie nicht so toll können und wollen, können wiederum andere im Netzwerk).
- sie könnten ihr Unternehmen durch die Bündelung von Kernfunktionen wesentlich effizienter gestalten und auch bzw. gerade Organisationen mit einem gesellschaftlichen Anliegen so aufbauen, dass es sich und den Initiator im mindesten selbst trägt (WIRTSCHAFTLICHKEIT).
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Und da mich dieser Traum nicht in Ruhe gelassen hat, ich ihm auf die Dauer auch nicht länger ausweichen konnte, musste ich es wenigstens versuchen. Nachdem meine Mutter 2004 mit 59 Jahren den Kampf gegen Brustkrebs verloren hatte, hab ich mich noch mehr bestärkt gefühlt, dass ich nicht länger hadern und zaudern durfte. All das Jammern und Klagen, all das 'das funktioniert vielleicht in Australien oder sogar England, hier in Deutschland aber nie', 'such Dir lieber einen sicheren Job, nimm an, was Dir angeboten wird', 'wir sind so klein und hilf- und nutzlos, wir können ja doch nichts bewegen' ging mir gehörig auf die Nerven.
Letzte Auslöser und Mutmacher waren dann Bücher wie 'Synchronicity - The inner path to leadership' von Joseph Jaworski, 'Presencing' von Otto Scharmer und das Wissen, dass ich nicht allein dastand mit meiner Vision von einer neuen Generation Unternehmer.
Auf der Konferenz der Society for Organizational Learning in Wien im September 2005 brachen alle Dämme und ich 'outete' mich das 1. Mal vor den ca. 300 Teilnehmern und ging ein Commitment ein, self - die Social Entrepreneurship & Leadership Foundation - zu gründen. Von dieser Konferenz sind noch heute viele Teilnehmer Wegbegleiter, Berater, Freunde. Unzählige andere sind dazu gekommen, die sich Schritt für Schritt mit uns fragen, wie solch eine Vision von einem anderen Wirtschaften in der Praxis gelebt werden kann. Tag für Tag, mit der Hoffnung jedes Mal ein Stückchen besser zu werden.
Und wenn ich am Aufgeben bin, ist immer jemand da, der mich und unsere Idee ein Stückchen weiter trägt. Inzwischen fällt es mir manchmal schwer zwischen Freunden und Kollegen zu unterscheiden, aber eins ist klar: die Sehnsucht nach anderen, alten und neuen Formen der Zusammenarbeit, nach Sinn, nach Werten, nach Spass, nach Leichtigkeit, Tiefe, Teilen von Schmerzen und Freuden und die Zuversicht, dass gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Mitteln effizient gelöst werden können - mit der stehe ich und stand ich nie allein.
Und so gibt es jetzt self, das Netzwerk von und für Social Pioneers, die neue Generation Unternehmer. Mehr dazu unter www.selfhub.de. Kommt doch einfach mal vorbei bei uns, macht Euch selbst ein Bild von den Menschen, die unser Netzwerk und den Hub nutzen und ausmachen. Von den Utopisten, Ashoka's, Better Cotton, Eco Fashion Junkies und Sinnvest-Finanzern dieser Welt. Wir freuen uns auf Euren Besuch!
Wenn ich dann noch, wie gestern geschehen auf der ersten Utopia Konferenz '10- a toolbox for the next 10 years' mit 500 Gleichgesinnten den Tag verbringen darf und in die Nacht feiere, kann ich mir nichts Schöneres vorstellen als Social Pioneer zu sein!
Nicht schlecht, nicht schlecht! Über uns wurde leider noch nicht gerappt, aber immerhin besungen wurden wir in der Vergangenheit das ein oder andere mal. Auf YouTube sind momentan Videos von vergangenen Jahrgängen zu finden, wie z.B. dieses Prachtstück:
Aber auch berichtet wurde fleißig über uns. Unter anderem von einem netten Mann, den man manchmal am Samstag Abend im ZDF sehen kann.
Aber eigentlich wollte ich heute was anderes Bloggen. FINANZKRISE! Tolles Wort wie ich finde. Warum brauchen Menschen eigentlich immer erst ne KRISE, um sich zusammen zu setzen und neue Ansätze zu suchen? Heute ist ja endlich mal wieder ein Krisengipfel. Aber was ist denn diese finanzKRISE eigentlich im Vergleich mit anderen Dingen? Wir haben uns bei
http://www.netzwirken.net/project/info/43 T-shirts bestellt und so kam ich mit Andreas Karl in Kontakt. Er ist auch Netzwirker und seit dem stehen wir in Mail Kontakt und erst jetzt am Dienstag hab ich wieder eine schöne mail bekommen... ich zitiere einfach mal ein bisschen:
"Im Jahre 1972 schickte die NASA mit ihrer Raumsonde Pioneer eine goldbeschichtete Aluminium-Platte auf die Reise, in der Hoffnung, etwaige intelligente, außerirdische Lebensformen könnten dadurch von der Menschheit und ihrer Position im Universum erfahren. Auf der Plakette sind schematisch ein nackter Mann und eine nackte Frau dargestellt. Im Hintergrund der Zeichnung ist die Silhouette der Pioneer-Sonde abge- bildet. Links daneben die Position der Erde und eine Darstellung unseres Sonnensystems mit den acht Planeten sowie dem Zwergplaneten Pluto und die Reiseroute der Raumsonde. Links oben findet sich die Darstellung eines Wasserstoff-Atoms.
Stattdessen wäre es aber sinnvoller gewesen, den Außerirdischen einen Film wie diesen hier zu schicken. Dann würden sie erfahren, wie es auf der Welt WIRKLICH aussieht (Dauer 10 min, Ton vorher hochdrehen - er ist das Wichtigste daran! ):
Seit diesen 10 Minuten sehe ich Tomaten mit anderen Augen.
Schöne Grüße aus Wien!
Andreas"
BITTE SCHAUT ES EUCH AN! Danke nochmal Andreas für die Mail und ich hoffe hier denken auch noch ein paar leute darüber nach!
"Wir sind, was wir tun, das könnte ihr gemeinsames Motto sein. Wenn sie eins hätten. Sie haben auch keine Parolen und keine Wut. Sind nicht träumerisch und rebellisch. Nur der Wunsch, die Welt zu verbessern, eint sie mit der Protestgeneration der 68er und ihrer Nachfolger. Der Unterschied indes liegt im Wie: Nicht auf einmal, in einem großen Umsturz, sondern im Kleinen, alltäglich, pragmatisch, effizient. Nicht das Sein ändern, sondern zuerst das Bewusstsein. So ticken die Social Entrepreneurs von heute."
UND hier kommt jetzt der HOT-LINK: die Lehrerin Gertrud Graf, über die in der Reportage geschrieben wird hat einen Schüler an der Moses-Mendelssohn-Schule: Mike. Und Mike ist ein sehr talentierter 16jähriger Rapper, der sich bozz-k nennt und uns im selfHUB besucht hat. Seinen ersten Eindruck hat er in einem super Rap verarbeitet. Hier der Link zur mp3, falls der stream nicht funktioniert, enjoy: selfHUB-Rap(evtl. rechtslick und "Ziel speichern unter" o.ä.)
hier die lyrics dazu:
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der self hub ist was für coole leute es geht ihnen nicht um die beute
denn sie machen krasse projeckte sind sind eine einheit wie eine sekte
ich gehöhre jetzt dazu der self hub meine crew und nehmen nur die besten wer will sich mit uns
testen wir sind gerne bereit für ein blog eintrag fight macht euch euch bereit jetzt kommt der self hub
und macht euch platt meine rap´s als werbung doch es ist für mich eine ehrung
meine gang der self hub mein erster eindruck war gleich gut der self hub
gibt leuten wieder mut und es wird wieder alles gut bozz-k rapt jetzt für den self hub und er präsentiert
berlin und denn self hub direck vom kottbusser tor keiner macht uns was vor denn wir sind der self hub
meine kammeraden komm in denn self hub und lass dich einladen zu einer zusammen arbeit
macht euch bereit für bozz-k ich rappe jetzt für denn sel hub ok
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Vielen Dank Mike, sehr sehr toll geworden!!
Abschließend noch eine kleine Impression aus dem selfHUB:
Ein Team von utopia, die hier ihren Arbeitsplatz haben, haben den gestrigen Tag damit verbracht GoodBye-Tüten zu packen (rechts im Bild) für ihre Konferenz am Samstag, anlässlich des Change-Maker-Day. Am Samstag werden die utopia-Awards verliehen.
Die fröhliche Dame links im Bild ist übrigens Wiebke, die Initiatorin des selfHUB. Sie wird euch am Sonntag von der Konferenz berichten, sowie sich und ihren Weg zu self und dem selfHUB vorstellen. Freut euch drauf und ein schönes Wochendende...
Übrigens als Erinnerung; es ist auch möglich die Stimme nochmal zu wechseln... wir tauschen gerne mal die Plätze - der Stuhl von David Bowie ist jetzt auch wieder frei ;-)
Mitdenken, Mitbewegen ist unser Motto. Wir wollen unser Publikum zum Nachdenken bringen und sie mit der Problemlösung fordern. Das ist nicht immer leicht, vor Allem nicht bei älteren Schülern, aber immer wieder gelingt es uns diese Begeisterung zu wecken.
Und genau das ist uns heute in einer Lernhilfe-klasse passiert. Wir hatten die vierte von insgesamt fünf Shows in der Klasse und bis jetzt waren die 9. Klässler immer recht reserviert und zurückhaltend. Doch heute lief es anders.
Thema: Mobbing
Situation: Gerd wird von Kai und Flo geärgert und zu Boden gestoßen, während Claudia nur daneben sitzt und liest.
Die Situation war schnell geklärt und die ersten Lösungsvorschläge standen an der Tafel, als der erste Schüler eingetauscht wird. Als Flo stellt er sich zwischen Gerd und Kai und hält letzteren davon ab seinen Frust an Gerd aus zu lassen. Kai versteht nicht was mit seinem Kumpel los ist und verlässt nach kurzem Streit zwischen den Freunden die Bühne.
In der Reflektion erzählt der Schüler dann, dass Kai sich sicher wieder beruhigen würde und mit Flo redet, aber Gerd sich nun sicher besser Fühle.
Der Moderator fing anschließend an zu sammeln, ob solche Situationen auch in der Klasse vorkommen würden, aus welchen Gefühlen sie entstehen und mit welchem Ziel andere gemobbt werden. Die Schüler waren sofort mit Feuereifer dabei, was wir nie erwartet hätten! Die 15-17 jährigen redeten offen über ihre Gefühle und versuchten aus zu drücken, wie man seine Wut und Enttäuschung verarbeitet. (Das Thema und das Stück war natürlich mit dem Lehrer abgesprochen und ähnelte einer alltägliche Klassensituation. Da wir aber immer fordern, keine Personen an zu sprechen sondern allgemeine Situationen zu kreieren wird niemand angegriffen und wir versuchen allgemeine Lösungen zu finden) Die Mindmap an der Tafel war ruck zuck voll und die Zeit verging so schnell, dass der Gong uns mitten im Gespräch unterbrach. Und dann habe ich das erlebt, weshalb ich heute über diese Show schreibe. Ein Großteil der Schüler wollte die Pause ausfallen lassen und noch weiter über das Thema reden. Nach einem kurzen Blick zur Lehrerin, die sofort zustimmte war also klar, dass wir noch weiter machen konnten. Im Endeffekt sind wir eine Dreiviertelstunde nach dem eigentlichen Ende der Show (die selbst nur 45 min. ging) aus der Klasse gegangen.
Der selfHUB in Berlin ist irgendwie gefährlich: er macht ein bisschen süchtig.
Ich bin von Haus aus Betriebswirt und Fleischfresser und besitze gegen pseudoreligiöse Weltverbesserung und grünes Kaninchenstreicheln einen gesunden Impfschutz.
Klar gab’s für mich auch eine schmale Brücke in den HUB. Jeder vernünftige Betriebswirt interessiert sich heutzutage für Corporate social responsibility (CSR) und die gesellschaftliche Produktivität von sozialen Netzen.
Auch bin ich nicht Soziopath und daran interessiert, - richtig wissenschaftlich -, wie Unternehmen und Organisationen sich über ihr kulturelles Gleichgewicht von Soziopathien abgrenzen können.
Man kommt auch recht einfach in den HUB, die Frauen aus dem Vorstand von self Berlin sind äußerst geübte Jägerinnen und mit meiner ursprünglichen Intention ein paar soziale Sommermonate einzulegen, ging ich ihnen ganz flott ins Netz.
Der selfHUB in Berlin ist irgendwie gefährlich: er macht ein bisschen süchtig.
Jetzt wird’s schon November und ich bin immer noch dabei – und ich frag mich - wie ist das gekommen? Wollte eigentlich nur ein bisschen betriebswirtschaftliches Controlling einbauen und dann weiterziehen.
Zahlenschrubben kann/muß ich zwar noch immer, - da wird man hier auf so ein unbequemes Stühlchen geschnallt -, aber irgendwie habe ich mich bei den Inhalten und Arbeitsweisen angesteckt.
Ich bin ja eigentlich kein Einzelfall, der HUB Berlin brummt richtig, die Profis aus dem Bereich Change Management fallen geradezu weltweit ein. Pitchs, Veranstaltungen, Workshops zeigen einem ein grosses Spektrum wie in einem Zeitraffer. Irgendwann interessiert man sich auch für das Labor dahinter. Experience Innovation, vierter Sektor, chaordisches Modell, Selbstorganisation, Art of Hosting, Theory U. Aber ist das nur Theorie?
Der selfHUB in Berlin ist irgendwie gefährlich: er macht ein bisschen süchtig.
Irgendwann wittert man die Ursachen der Ansteckung: 1. Reizen die Gestaltungschancen in neuen gesellschaftlichen Räumen. Jeder weiss, das technische Innenleben unserer Güter kommt künftig kaum noch aus Europa oder Amerika. Meines Wissens sind Chinesen auch exzellente Händler. Aber über iPod zu weblog zum nodalen Unternehmen, da liegen Stärken, über die wir die Synergien aus unseren individuumszentrierten kulturellen und gesellschaftlichen Verfassungen ausspielen können. Da sind ganze weite Welten frei. 2. Ich war eigentlich schon immer ein ganz guter Konzepter, aber die Produktivität innerhalb des Hubs steigert sich enorm. Das liegt an den Leuten hier. Die sind nicht irgendwie „nur“ nett; vielmehr wird durch Art of Hosting etc. die Entwicklung von Peer Groups gefördert – das ist in der Qualität mehr als die Jagdgesellschaften unserer Vorfahren – es ist ein ähnlicher Aufbruch in Energie bei einer gleichzeitig eigenartig sympathetischen kreativen Stimmung.
Der selfHUB in Berlin ist irgendwie gefährlich er macht ein bisschen süchtig.
Unsere Challange läuft jetzt schon über eine Woche und immer mehr Leute melden sich bei Netzwirken an! Nachdem ich euch jetzt also beschrieben habe wie wir uns auf unsere eigentliche Arbeit hier bei People's Theater vorbereitet haben schreib ich doch einfach mal, was besagte Arbeit überhaupt ist :)
Wenn mich jemand fragt was ich gerade mache, antworte ich eigentlich immer: „Ich bin in 'nem Konfliktpräventionstheater!“ Aber wer kann sich unter dem Wort schon was richtiges vorstellen? Also jetzt endlich mal ein kleine Erklärung. Wir treten in Schulklassen, Jugendzentren oder vor Azubis auf und bringen immer ein kurzes Theaterstück mit ( 3-4 min).
Da wir unsere Stücke selber schreiben sind sie immer auf die Situationen zugeschnitten, die der/die Lehrer/in behandelt haben möchte. Hier z.B. ein Stück zur körperlichen Gewalt,...
...oder anfänglichem Hänseln,...
... dass später zu Mobbing und psychischer Gewalt ausartet.
In dem Stück kommt es zu einem Konflikt oder zu einer problematischen Situation, die dann an ihrem Höhepunkt von unserem Moderator unterbrochen wird. Dieser klärt dann mit dem Publikum was sie beobachtet haben, wie sich die einzelnen Charaktere fühlen und wie man die Situation verändern könnte. Gemeinsam werden dann Lösungsvorschläge gesammelt und von Freiwilligen ausprobiert. Ein Schauspieler wird also von einer Person aus dem Publikum ausgetauscht und diese versucht dann das Problem zu lösen oder die Situation zu verbessern.
Der erste mutige traut sich, seinen Vorschlag aus zu probieren.
Auch darüber wird anschließend mit dem Moderator reflektiert und dann kann jemand anderes seinen eigenen Vorschlag ausprobieren.
Aber die anfängliche Scheu legt sich schnell und auch die nächsten beiden Vorschläge können besprochen werden.
Am Ende der Stunde spielen wir Schauspieler noch eine Lösung, die wir uns überlegt haben und stellen diese zur Diskussion frei. Die Schüler bekommen von uns also nicht eingetrichtert, was richtig und was falsch ist, sondern sollen sich ihre eigene Meinung bilden und lernen selbstständig Probleme gewaltfrei zu lösen. Da wir normalerweise in jeder Klasse mehrere Shows haben (meistens fünf), können sich die Kinder und Jugendlichen an uns Gewöhnen und in den weiteren Shows trauen sich immer mehr Leute zu spielen und der Meinungsaustausch wird offener und ehrlicher.
So viel zu unserer Show, mehr Infos gibts auf Anfrage oder Kommentar ;)
Und ich muss auch schon wieder los... Proben, Proben, Proben :)
Ja genau Max, gemeinsames Essen ist super wichtig und zentraler Bestandteil der Bürogemeinschaft im selfHUB.
Ich komme gerade von unserem montäglichen Hub CONNECT Frühstück: jeden Montag treffen sich Hub Mitglieder und Interessierte zum gemeinsamen Wochenstart und jeder bringt etwas für den Frühstückstisch mit.
Jascha von der selfACADEMY hat im Sommer mit uns einen Workshop zu Mustersprache gemacht. Nach dem Architekten Christopher Alexander fällt ohne gemeinsames Essen jede Gruppe von Menschen auseinander.
Und wir binden das gemeinsame Essen sogar in unsere Arbeit ein: in unregelmässigen Abständen findet das selfHUB Lunch statt - eine informelle Weiterbildung für unsere Mitglieder.
Oft werden wir dabei von Martina aus dem Hosting Team bekocht:
P.S.: Die We Are What We Do Postkarten gibt es weiterhin zu gewinnen!
Bei einem Verein, wie People's Theater gibt es eine Menge zu organisieren! Unser Büro-Team kümmert sich zwar um die Auftritte und Öffentlichkeitsarbeit, aber was ist mit unserem Newsletter, der Archivierung von Presseartikeln und den Fotos, dem Entwerfen von Merchandisingartikeln oder dem Kontakt zu den Alumnis (ehemalige PT'ler)? Das sind nur vier von über 15 Bereichen, um die sich die A-Teamler noch kümmern.
Jeder von uns hat neben den Auftritten und Proben noch Büroaufgaben, die wir Nachmittags zwischen den Proben erfüllen können. Mein Aufgabenbereich ist z.B. der wöchentliche Einkauf für das Mittagessen oder die Mahlzeiten in der WG. Bei ca. 18 Leuten, von denen eine veganisch isst, eine keine Kohlenhydrate zu sich nimmt und alle anderen dies und das nicht essen können/wollen, ist das keine Sache von ner Stunde. Denn auch der wöchentliche Kochplan will aufgestellt werden. Jeder ist mal mit kochen dran, Fleisch ist teuer und daher nur 1-2 mal pro Woche verfügbar, Obst und Gemüse wird nur in BIO-Form gekauft und dann mit 200€ wöchentlich auskommen und abwechslungsreich planen braucht seine Zeit.
Aber auch viel langfristigere Angelegenheiten müssen z.T. Täglich bearbeitet werden. So wird unser jährliches PT-Sommerfest bereits jetzt schon geplant und organisiert. Auch die Dokumentation aller Auftritte und Besprechungen beansprucht eine menge Zeit. Wer hat welche Rolle gespielt? Welche Stücke hat die andere Gruppe gespielt? Wie war die Rückmeldung der Lehrkraft? Ihr seht also, dass auch im Theater viel Büroarbeit nötig ist, von der in der Show nur ein Bruchteil gesehen wird.
Und da heute Montag ist, sind die Kühlschränke leer und der Supermarkt hat schon Sehnsucht nach mir ^^ Also verabschiede ich mich von euch und wünsche allen eine schöne, stressfreie Woche. Max